Kann man sich Wohnen noch leisten?

Autor:

Leonhard Moser

Diese Frage stellen sich in letzter Zeit immer mehr Menschen, denn die Preisentwicklung von Wohnimmobilien kennt in den vergangenen Jahren nur eine Richtung, nämlich nach oben

Das alleine wäre ja nun kein Grund zur Beunruhigung, würden sich die Haushaltsnettoeinkommen in ähnlicher Weise verändern. Doch hier liegt das Problem. Machen wir eine Bestandsaufnahme:

Preisexplosionen können Wohnträume zum Einsturz bringen.

Helmut Glaßl (*1950), Dipl.-Ing., Maler, Aphoristiker

Ein Drittel des Einkommens für Wohnkosten

Ob Wohnen leistbar, bzw. günstig oder teuer ist, hängt nicht zwangsläufig von den Immobilienpreisen ab, sondern wird dadurch definiert wie viel vom Haushaltseinkommen dafür aufgewandt werden muss. Das Onlineportal Immobilienscout24 hat zu diesem Zweck mit dem Erschwinglichkeitsindex EIMX das Verhältnis zwischen Einkommen und Wohnungskosten in Österreich betrachtet. Dabei wurden 250.000 Datensätze von Miet- und Kaufobjekten (Annahme: Abschreibung auf 20 Jahre) auf regionaler Ebene ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, dass 2014 durchschnittlich 31 % des Haushaltsnettoeinkommens für Wohnkosten verwendet wurde, wobei hier weder Neben- oder Betriebskosten berücksichtigt wurden. 2017 waren es bereits 35 % – ein Anstieg um 13 %. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer gebrauchten Wohnung lag zum Zeitpunkt der Erhebung bei rund 3.590 €/m2, einer neuen bei rund 4.660 €/m2.[1]

Ein ähnliches Bild zeigen die Daten der Statistik Austria, welche für den selben Zeitraum einen Anstieg der Mietkosten um 11 % bzw. 13 % gerechnet auf den Quadratmeter vermeldet. Dabei betrug die durchschnittliche Miete im Jahr 2018 inklusive Betriebskosten pro Hauptmietwohnung 517,6 € pro Monat; auf den Quadratmeter Nutzfläche bezogen waren es 7,8 €. [2]

Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus. – Ausgewiesen für Hauptmietwohnungen mit Nettomiete > 0 Euro. [2]

Erhebliche regionale Unterschiede

Regional betrachtet können die Wohnungskosten jedoch sehr stark variieren. So ergibt er EIMX für den Anteil der Wohnkosten am Haushaltseinkommen für Tirol einen Wert von 42 % wärend es in der Steiermark nur 23 % sind. Noch größer werden die Unterschiede, wenn die österreichische Bezirksebene herangezogen wird. Hier ist der Bezirk Kitzbühel Spitzenreiter mit 73 %(!), aber auch in Wien Döbling werden 48 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens für die Wohnungskosten fällig. Gänzlich anders sieht es beispielsweise im niederösterreichischen Zwettel aus in welchem der EIMX nur 12 % beträgt.

Düstere Prognosen der ÖsterreicherInnen

Das Marktforschungsinstitut INTEGRAL hat im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen eine Online-Befragung mit  1.800 Teilnehmern (16 – 69 Jahre) rund um das Thema „Leistbares Wohnen“ im Juni 2019 durchgeführt. Das ernüchternde Ergebnis: Während für 1980 noch 83 % Wohnen als gut leistbar angaben, sind für 2019 nur noch 47 % der Befragten dieser Meinung. Noch düsterer sieht die Prognose für 2030 aus. Bereits 76 % gehen davon aus, dass Wohnen nicht mehr leistbar sein wird. [3]

Quelle: Erste Group [3]

Den Status Quo überdenken

Angesichts des immer größer werdenden Mangels an erschwinglichen Grundstücken bzw. steigenden Wohnkosten im allgemeinen, stellt sich die Frage wie leistbares Wohnen in Zukunft noch möglich sein wird.

Ein Teil der Lösung können Tiny-Houses oder Modulhäuser sein. Nicht nur aufgrund der steigenden Kosten, auch aufgrund des Trends hin zu einem minimalistischeren Lebensstil sind diese Wohnformen im Kommen. Der Flächenverbrauch solcher Lösungen ist vergleichsweise gering und trotzdem lässt es sich dank intelligenter Raumnutzung funktional und gut wohnen. Einen weiteren Vorteil bieten sie hinsichtlich der Verfügbarkeit von Baugrund. Denn ob auf Rädern oder auf einem Fundament, die Tiny-Houses lassen sich im Vergleich zu herkömmlichen Bauwerken leicht an- bzw. abtransportieren und so ist plötzlich Wohnen auf Pachtgründen eine Möglichkeit die denkbar ist.

Nur in den eigenen vierundzwanzig Wänden fühlen wir uns richtig wohl.

Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Warum nicht mal mit 8 probieren?

Die leistbaren 8 Wände

[1] https://www.immobilienscout24.at/content/dam/is24at/dokumente/Unternehmen/2018/180227_Pressetext%20EIMX%20ImmoDEX.pdf
[2] https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/wohnen/wohnkosten/index.html
[3] https://www.erstegroup.com/de/news-media/presseaussendungen/2019/09/18/wohnstudie

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